Fotos, Kunstdrucke, Firmenschilder, all das kann auf Alu-Dibond Jahrzehnte lang makellos aussehen. Das Material ist leicht, extrem formstabil und verzeiht keine Kompromisse.

Wir zeigen dir in diesem Guide, was hinter dem Alu-Dibond Druck steckt, wie der UV-Direktdruck Schritt für Schritt funktioniert und welche Methode zu deinem Projekt passt.

Was ist Alu-Dibond?

Alu-Dibond ist eine Markenbezeichnung für Aluminium-Verbundplatten. Sie bestehen aus einem schwarzen Polyethylen-Kern, der beidseitig von dünnen Aluminiumschichten umschlossen ist.

Viele Profis sprechen bei diesem Material gerne vom Sandwich Prinzip und das trifft es wirklich perfekt.

Dieses clevere Verbundmaterial hat einen riesigen Vorteil für dich. Es ist federleicht aber es hat gleichzeitig eine enorme Biegesteifigkeit.

Das bedeutet einfach gesagt dass deine Bilder an der Wand immer extrem formstabil bleiben und sich niemals durchbiegen. Selbst wenn dein Kunstwerk zwei Meter breit ist bleibt es kerzengerade.

Alu-Dibond Kantenansicht mit weißer, matt beschichteter Oberfläche und dunklem Aluminiumkern, scharf geschnittene Ecke, weiches Studiolicht betont feine Kratztextur auf metallischer Schicht

Bild: GettyImages, tajborg 

Wie druckt man auf Aluminium?

Die gängigste Methode ist der UV-Direktdruck. Die Farbe landet direkt auf der Metalloberfläche, ohne Zwischenschritte. UV-Lampen härten die Tinte sofort aus. Nach dem Druck ist dein Bild kratzfest und direkt montagebereit.

Du kannst das über eine Druckerei umsetzen oder mit einem Desktop-UV-Drucker wie dem eufyMake E1 selbst in die Hand nehmen. Der Prozess ist in beiden Fällen gleich.

Schritt 1: Oberfläche vorbereiten

Reinige die Platte mit Isopropanol und einem fusselfreien Tuch.

Trag dabei Handschuhe. Fingerabdrücke hinterlassen Fett auf dem Metall, das als Trennmittel wirkt und dazu führt, dass die Tinte später abblättert.

Bei unbehandeltem Metall hilft ein Primer, damit die Farbe bombenfest haftet.

Schritt 2: Drucker einrichten

Leg die Platte flach auf das Druckbett. Achte darauf, dass sie gerade liegt und der Druckkopf den richtigen Abstand zur Oberfläche hat. Viele Drucker nutzen Vakuumtische oder Markierungen, die dabei helfen.

Schritt 3: Datei vorbereiten

Lade dein Motiv in die Drucksoftware. Für gestochen scharfe Ergebnisse brauchst du mindestens 300 DPI. Druckst du auf dunkles oder gebürstetes Aluminium, lege einen weißen Unterdruckpunkt unter das Motiv.

So bleiben die Farben kräftig und saugen sich nicht in die Oberfläche.

Schritt 4: Druckprofil wählen

Wähle das passende Materialprofil für harte Oberflächen oder Metall. Dieses Profil steuert die Tintenmenge und die UV-Intensität.

Schritt 5: Drucken

Starte den Druck. Die UV-Tinte härtet direkt nach dem Auftrag aus. Dein Ergebnis ist sofort trocken, kratzfest und bereit zur Montage.

Gibt es Alternativen für den Alu Dibond Druck?

UV-Direktdruck ist nicht die einzige Option. Je nach Projekt gibt es sinnvollere Alternativen.

UV DTF Transfer

Hat dein Objekt starke Kurven oder unregelmäßige Formen, wird der Direktdruck schwierig. Du druckst das Design auf eine spezielle Folie und überträgst es dann mit sanftem Druck auf das Metall.

Fineart-Kaschierung

Das Foto wird zunächst auf echtes Fotopapier gedruckt und dann auf die Alu-Dibond-Platte geklebt. Das Ergebnis ist maximale Farbtiefe, besonders beliebt bei Profifotografen.

Siebdruck

Der klassische Weg für große Auflagen. Die Tinte wird durch ein Sieb gepresst. Ideal für Schilder mit klar definierten Farben, weniger für fotodetailreiche Motive.

Sublimation

Durch Hitze zieht die Farbe direkt in eine spezielle Beschichtung des Metalls ein. Das Ergebnis ist eine glatte Oberfläche mit lebendigen Farben und ohne sichtbare Tintenstruktur.

Butler-Finish

Du druckst auf gebürstetes Aluminium. Weiße Bildbereiche bleiben frei, sodass das Metall durchschimmert. Besonders edel für Premiumprodukte.

So hängst du dein Bild auf

In Deutschland ist die Schwebeoptik der bevorzugte Stil für Alu-Dibond Prints. Und der Aufbau ist einfacher als du denkst.

Auf der Rückseite werden Aluschienen angeklebt. Von vorne siehst du nichts davon. Das Bild hat dadurch etwa einen Zentimeter Abstand zur Wand und wirkt dreidimensional. Es scheint frei vor der Wand zu hängen, ohne Rahmen, ohne Rand.

Fazit

UV-Direktdruck auf Alu-Dibond ist das robusteste und gleichzeitig ästhetisch hochwertigste Verfahren für großformatige Prints. Das Material ist leicht, formstabil und pflegeleicht.

Du bekommst ein Ergebnis, das in Galerien, Studios oder Unternehmensräumen gleichermaßen funktioniert.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Digitaldruck auf Aluminium

Beim Aluminium Direktdruck den viele Profis auch UV LED Digitaldruck nennen handelt es sich um ein super modernes Verfahren. Die Maschine sprüht die Farben direkt auf die blanke Oberfläche des Metalls. Du brauchst dafür überhaupt keine Schablonen oder Siebe mehr wie es früher üblich war. Die Farbe härtet durch das helle Licht sofort aus und ist direkt kratzfest.

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eufyMake Team
Wir sind das eufyMake-Team – Ankers Marke für Kreative. Hier teilen wir Tipps, Projekte und Ideen zu 3D- und UV-Druck.