Früher war der direkte Druck auf Acryl eine echte Herausforderung und meistens ziemlich teuer. Entweder brauchtest du riesige Industriemaschinen oder musstest dich auf externe Druckdienstleister verlassen.

Doch 2026 sieht die Welt anders aus. Da UV-Drucker immer erschwinglicher und kompakter werden, kannst du jetzt ganz einfach zu Hause deine eigenen Projekte mit Druck auf Acrylglas umsetzen.

In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie der UV-Druck auf Acryl funktioniert und wie du damit beeindruckende Kunstwerke – wie zum Beispiel im angesagten Stained-Glass-Look (Buntglas-Optik) – erstellst.

Was ist Acryl (und warum darauf drucken)?

Kurz vorab: Was ist eigentlich Acryl? Du kennst es wahrscheinlich unter dem Markennamen Plexiglas. Es ist ein glasklarer, langlebiger Kunststoff, der oft als robuster Glasersatz dient.

Für uns Maker ist der Druck auf Acrylglas besonders spannend: Es ist schlagfester als Glas und splittert nicht. Die Oberfläche nimmt UV-Tinte hervorragend auf und sorgt für eine extrem haltbare Verbindung – perfekt für Projekte, die lange halten sollen.

Anleitung für den Druck auf Acrylglas: Schritt für Schritt

Hier erfährst du, wie du mit deinem eufyMake UV-Drucker Tinte direkt auf das Material bringst.

Schritt 1: Das Acryl reinigen

Das A und O ist eine saubere Oberfläche. Staub, Fingerabdrücke oder Fettflecken sind der Feind der Haftung. Nutze am besten ein fusselfreies Tuch und etwas Isopropanol (Reinigungsalkohol), um die Platte vorzubereiten.

Schritt 2: Bereite dein Design vor

Erstelle dein Motiv in Software wie Photoshop oder Illustrator. Achte auf eine hohe Auflösung (mindestens 300 dpi).

Profi-Tipp für Buntglas-Optik (Stained Glass): Wenn du diesen genialen, durchscheinenden Kirchenfenster-Effekt haben möchtest, plane dein Design so, dass bestimmte Farben ohne weiße Grundierung gedruckt werden. So scheint das Licht später durch die Farbe hindurch.

Ein aufwendiger Acryl-Schlüsselanhänger mit einer stilisierten Illustration eines braunen und grünen Kaninchens, umgeben von organischen Linien. Der Anhänger hängt vor einem gedämpften rosa Hintergrund mit Schattendetails.

Schritt 3: Den Drucker einrichten

Lege deine Acrylplatte auf das Flachbett. Klicke in der Software auf "Snapshot" (Vorschau), um die Position zu scannen.

Du bekommst ein Echtzeit-Foto der Druckfläche und kannst dein Design per Drag-and-Drop exakt dort platzieren, wo du es haben willst. Kein Raten mehr, ob der Druck mittig sitzt!

Wichtig: Dünne Acrylplatten (ca. 1 mm) können sich durch die UV-Lampe leicht wärmen und verziehen. Fixiere sie unbedingt mit Klebeband oder einer Schablone (Jig) auf dem Druckbett.

Schritt 4: Material und Qualität wählen

Sage dem Drucker, was vor ihm liegt. Wähle unter Material die Option 'Acrylic'. Das optimiert den Tintenfluss und die Aushärtung.

Wähle dann deine Qualität:

  • High Quality: Für deine finalen Meisterwerke. Kostet etwas mehr Tinte und Zeit, aber die Farben knallen richtig.
  • Standard-Modus: Der gute Mittelweg für Alltagsprojekte.
  • Draft-Modus (Entwurf): Perfekt für Testdrucke auf Reststücken, um zu sehen, ob die Position stimmt.
Material- und Druckeinstellungen auswählen für den Druck auf Acrylglas

Schritt 5: Den Tintenmodus einstellen (Der kreative Teil)

Hier entscheidet sich der Look deines Projekts:

  • White → CMYK: Der Standard für deckende Bilder. Erst wird Weiß gedruckt, dann die Farbe. So leuchten deine Fotos auch auf transparentem Acryl.
  • CMYK only (Perfekt für Stained Glass): Hier wird kein Weiß gedruckt. Die Farben bleiben halbtransparent. Wenn du das Acryl gegen das Licht hältst, wirkt es wie echtes Buntglas.
  • CMYK → White → CMYK: Für beidseitig sichtbare Aufsteller, bei denen das Motiv von vorne und hinten gut aussehen soll.
  • Gloss Varnish (Klarlack): Veredelung pur. Drucke partiellen Lack auf Logos oder Wassertropfen, um eine erhabene 3D-Struktur zu erzeugen.

Schritt 6: Druck starten

Alles gecheckt? Dann los. Die UV-Lampe härtet die Tinte sofort aus, während der Druckkopf über das Material fährt.

Warum UV-Druck auf Acryl so genial ist

Warum schwören so viele Maker auf diese Technik? Hier sind die Fakten:

Brillante Farben & Stained Glass Effekte

Da die Tinte nicht ins Material einzieht, sondern obenauf liegt und sofort gehärtet wird, sind die Farben extrem satt. Du kannst fotorealistische Bilder drucken oder eben diese faszinierenden, lichtdurchlässigen Buntglas-Effekte erzielen, die mit Folie kaum möglich wären.

Ein farbenfroher Druck auf Acrylglas mit einem kreisförmigen Design und einer detaillierten Katzenillustration in der Mitte, umgeben von Tiermotiven, dargestellt auf einer texturierten glasartigen Oberfläche vor minimalem weißen Hintergrund.

Hält fast ewig (auch draußen)

Acryl an sich ist schon zäh. UV-Tinte macht es zum Outdoor-Champion. Deine Drucke sind kratzfest, wasserfest und bleichen in der Sonne kaum aus. Perfekt für Gartendeko oder das Namensschild an der Haustür.

Schnellere Ergebnisse

Keine Trocknungszeit. Du nimmst das Teil aus dem Drucker und kannst es sofort montieren oder verschenken.

Was kannst du alles auf Acryl drucken?

Die Möglichkeiten sind endlos. Hier ein paar Ideen für deine Werkstatt:

Deko & Kunst (Stained Glass Look)

Erstelle wunderschöne Fensterhänger, die das Sonnenlicht einfangen. Ein "Stained Glass"-Mandala oder eine florale Szene auf klarem Acryl wirkt im Fenster wie echte Glaskunst – nur viel leichter und bruchsicherer.

Exquisiter UV-gedruckter Acrylschmuck mit komplizierten floralen Mustern in transparenten Acrylringen.

Schilder & Business

Vom professionellen Firmenschild über die Hausnummer bis hin zu QR-Code-Aufstellern für den Tresen. Auch beleuchtete Displays (Lightboxes) sehen mit UV-Druck extrem hochwertig aus.

Wunderschöne UV-gedruckte Acryl-Kunstwerke.

Geschenke & Vereinsbedarf

Personalisierte Geschenke kommen immer gut an. Wie wäre es mit individuellen Schlüsselanhängern, bedruckten Zollstöcken oder Pokalen für den örtlichen Sportverein? Du kannst sogar Sortierkästen für Schrauben oder Gaming-Controller-Halterungen direkt bedrucken.

Hochwertige UV-gedruckte Acryldesigns.

Fühlbare 3D-Strukturen

Mit der Klarlack-Funktion (Varnish) kannst du Texturen drucken, die man fühlen kann. Das gibt deinen Projekten einen extrem wertigen "Touch".

3 Tipps für bessere Ergebnisse

1. Weiß ist dein bester Freund

Druckst du auf klares Acryl, wirken Farben ohne weiße Unterschicht transparent (toll für den Stained-Glass-Effekt!). Willst du aber ein kräftiges Logo oder Foto, aktiviere unbedingt die weiße Basisschicht (White Ink).

2. Miss genau nach

Acrylplatten variieren oft leicht in der Dicke. Miss mit einem Messschieber nach und passe die Druckkopfhöhe an, damit nichts kratzt.

3. Lüftung nicht vergessen

UV-Druck riecht etwas beim Aushärten. Sorge für eine gute Belüftung in deinem Arbeitszimmer oder deiner Werkstatt. Ein offenes Fenster oder ein Luftfilter sind immer eine gute Idee.

Der passende Drucker für dein Zuhause

Um auf Acryl zu drucken, brauchst du einen UV-Flachbettdrucker. Normale Tintenstrahler funktionieren hier nicht, da die Tinte auf dem Kunststoff einfach verwischen würde.

Worauf du achten solltest:

  • Weißdruck (White Ink): Unverzichtbar für Acryl, sonst bist du gestalterisch stark eingeschränkt.
  • Verstellbare Höhe: Damit du auch mal dickere Acrylblöcke (z.B. für Fotogeschenke) bedrucken kannst.

Für Hobby-Maker und kleine Startups ist der eufyMake E1 UV-Drucker eine super Wahl. Industriemaschinen sind oft riesig und unbezahlbar, aber der E1 passt auf den Schreibtisch.

Er ist nicht nur ein Acryldrucker. Er ist ein Allrounder:

  • UV-DTF-Druck für Sticker (super für gewölbte Flächen).
  • Druck auf Rundkörpern (Tassen, Flaschen) mit dem Rotary-Modul.

Wenn du einen Drucker suchst, der mit deinen Ideen mitwächst, schau dir den E1 mal genauer an.

Fazit

UV-Druck auf Acryl eröffnet dir völlig neue Möglichkeiten. Egal ob du wetterfeste Gartenschilder, professionelle Displays oder kunstvolle Fensterbilder im Stained-Glass-Look machen willst – die Ergebnisse wirken einfach professionell.

FAQs

Kann ich das wirklich zu Hause machen?

Absolut. Moderne Geräte wie der eufyMake E1 sind genau dafür gebaut: kompakt, einfacher zu bedienen und passend für die Heimwerkstatt.

Wie bekomme ich ein Bild auf Acryl, wenn ich keinen Flachbett-Drucker habe?

Du kannst UV-DTF-Transfers nutzen. Du druckst das Motiv auf eine spezielle Folie (oder bestellst diese) und rubbelst es dann wie einen Sticker auf das Acryl. Das ist super einfach, aber der Direktdruck ist meist haltbarer.

Kann man Acryl auch bedrucken, wenn es nicht flach ist?

Direkt im Drucker muss die Fläche flach sein. Für gewölbtes Acryl nutzt du am besten die UV-DTF-Methode (Aufkleber-Transfer), da sich die Folie der Form anpassen kann.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?
eufyMake Team
Wir sind das eufyMake Team von Anker – mit Ideen, Tipps und Inspiration für Ihre Druckprojekte.